1931 – Die Moderne hält Einzug

1931 – Die Moderne hält Einzug

Neue Sachlichkeit löst spätklassizistischen Stil ab

Im Jahre 1931 wurde das Haus neu gebaut: nach Plänen des Architektenduos Hans Schreiter und Johannes Schlag, die vor allem als Erbauer des Planetariums berühmt wurden. Der Vorgängerbau im spätklassizistischen Stil wurde abgerissen und durch Neue Sachlichkeit ersetzt, die dem Holzmarkt ein unverwechselbares Gepräge gab. Im Erdgeschoss entstand ein Bier-Restaurant, im 1. Obergeschoss gab es ein weiträumiges Café, während die darüber liegenden Etagen mit modernsten Hotelzimmern ausgestattet wurden. Auftraggeber des Neubaus war die Münchner Grundstücksverwertungsgesellschaft, die in Jena zu dieser Zeit mehrere Immobilien erwarb. Das Deutsche Haus zählte zu den beliebtesten Lokalen der Innenstadt. Bis zum Ersten Weltkrieg war es Ort der jährlichen Maskenbälle des Jenaer Bürgervereins. Hier entstand um 1900 auch Jenas erstes Kino, das 1927/28 als Regina-Palast bezeichnet wurde. Der Name Palast-Theater taucht erst um 1947/48 auf.

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